Gallo-römische Villa von Pardigon II

 

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Historischer Inhalt

Der Bau dieser Villa begann während der ereignisreichen Zeit der Römer. Die Ermordung von Julius Cäsar im März 44 vor J.-C. führt zu einem Bürgerkrieg und die gegenseitige Tötung. Marc Antoine, Leutnant von Cäsar, stößt bei seiner Ankunft in Fréjus, mit seinen Legionen, an einem anderen Leutnant von Cäsar. Dieser ist der Gouverneur vom Süden von Gaule (Narbonnaise) und des römisches Spanien und stationiert mit seinen Legionen im Cannet-des-Maures (Forum Voconii).

Die Konfrontation dieser beiden Legionen wurde jedoch glücklicherweise verhindert durch die Umleitung in Cicéron. Durch einen Triumvirat, wurden die Gebiete unter Marc, Lépide, Octave und den künftigen Imperator Augustus aufgeteilt. Dieser eliminierte zuerst Lépide und dann Marc Antoine, der mittlerweile die Königin Kleopatra, Pharao von Ägypten, geheiratet hat. Als einziger Meister der römischen Besitztümer, führte er die „pax romana“ im gesamten römischen Reich ein. Außerdem erklärte er den Hafen von Fréjus zu einem Militärischen Hafen, zweit wichtigster nach den von Ostia und die Schiffe die von Kleopatra und Marc Antoine zurückgebracht wurden, sorgten schlussendlich für Frieden im Mittelmeer und verbesserte Wirtschaft im römischen Reich.

Mit der Rückkehr vom Frieden, wurden die Legionen aufgelöst und damit bekamen die Legionäre den Titel als römische Bürger und ein Stück Land als Belohnung. Die VIII Legion (Legion Octavo Narum), die von Augustus, wurden in den Maures und l’Estérel aufgeteilt, mit Fréjus als Hauptstadt. Dort bekamen 6 bis 8 000 Mann ihren Stück Land, mit Hilfe eines Zufallsprinzips, gruppiert auf 700 Meter Küste.

Die römischen Villen von La Croix Valmer, Cavalaire, Saint-Maxime… waren am Anfang einfache Holzhütten und wurden später zu blühende Villen mit Weingärten, die den wirtschaftlichen Reichtum dieser Zeit war. Die Villa von Pardigon ist mit ihrer Fläche von 3 600m2 die größte der maritimen Villen vom Süden Gaules und noch heute Sichtbar.

André Falconnet, Präsident der archäologischen Vereinigung Aristide Faber

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An diesem Standort von Pardigon II kann antike und Bestaunenswerte Geschichte unserer Region bestaunt werden, die von Männer und Frauen vor unserer Zeit bewohnt wurde. Dieser wurde im Jahr 2009 als „Bemerkenswerter Standort“ gekennzeichnet, dank den lokalen Vereinigungen von Umweltschutz und wurde außerdem Besitz vom Conservatoire du littoral seit 2013. Nach einer langen Zeit von Putz Einsätzen und Ausgrabungen, wurde schlussendlich dieser Standort renoviert, dank der Initiative vom Conservatoire du littoral, der Gemeinde von La Croix Valmer und der archäologischen Vereinigung Aristide Faber. Ganz besonders würde ich mich gerne an all denen bedanken, die dieses wichtige kulturelle Erbe wiederbelebt haben, für unsere Gemeinde. Von nun an, gibt dieses Erbe der Landschaft eine besondere Einzigartigkeit. Die bei jedem Einwohner von La Croix Valmer und jedem Tourist Neugier erwecken wird.

Bernard Jobert, Bürgermeister von La Croix Valmer

Chronologie

1. Hälfte des 1. Jahrhunderts vor unsere Ära : primitive Einrichtung von Holzhütten

2. Erste Hälfte des 1. Jahrhunderts nach J.-C. : die erste Villa

3. 41-54 nach J.-C. : Beginn der Großen Villa

4. 1. und 2. Jahrhundert : Expansion des römischen Reiches

5. 6. Jahrhundert nach J.-C. : Transformationen des unteren Reiches

6. 19. Jahrhundert : Zoll Kasernen

Inconnue Pardigon

Das Unbekannte von Pardigon

In 1895, bei Ausgrabungen im Landgut des Eigentümers „La Compagnie du Domaine de la Croix“, wurde Keramik, Marmorstücke und römische Münzen gefunden. Bauern aus La Croix Valmer wollten dort während der Nacht ebenfalls nach Schätzen suchen. Daraufhin wurden Sicherheitsleuten angeheuert um die Ausgrabungen vor Beschädigungen zu schützen.

Die Beute wurde dann in Hotels von La Croix Valmer untergebracht, so dass jeder Zugang zu den Schätzen hatte. Bis heute existiert nur noch eine weibliche Maske aus Marmor, die sich im Büro des Direktors vom Domaine de la Croix. Diese Maske war früher ganz klar die Mündung eines Brunnens und ein Hommage an den Gottheiten des Wildwassers. Diese ist sehr hübsch. Ein Stück der Nase und der Wange wurden von einem Werkzeug eines Ausgräbers beschädigt. Außer den Carrara-Marmor, ist nichts Römisches an dieser Maske. Da der Kopf dieser jungen Dame, ihre nicht offensichtlichen Pupillen und ihrer Finesse, stark an den schönsten griechischen Werken aus dem 1. Jahrhundert erinnert. (Quelle : Docteur A. Donnadieu)

 

Carte :

Plage du Débarquement – Bd du Maréchal Juin – 83420 La Croix Valmer Die gallo-römische Villa befindet sich vor der Bushaltestelle. Eine Aussichtsplattform erlaubt den Anblick der ganzen Villa.